Ein kurzer Wrap-up der 3D Printshow in London

In Archive by trinckle team

Letzte Woche, genauer vom 4. September bis zum 6. September, fand in London, die weltgrößte Ausstellung und Konferenz für den 3D-Druck statt. Im Old Billingsgate Building, in der Nähe der Tower Bridge, trafen sich Experten aus den verschieden Zweigen der 3D-Druckindustrie, um zunächst die neuesten Trends auf drei Bühnen (Specialist Stage, Industry Stage und Open Stage) hinter verschlossenen Türen zu diskutieren. Am letzten Tag wurde die 3D-Printshow auch für die Öffentlichkeit zugänglich.


Das Programm der Spezialisten eröffnete Rudy De Waele, der Autor des Buches „Shift 2020 – How Technology Will Impact Our Future“, der sich mit der Frage nach dem Einfluss des 3D-Drucks auf die Zukunft der Gesellschaft auseinandersetzte. Ferner wurden Themen wie beispielsweise die Übernahme des personalisierten 3D-Drucks im Bereich Verkauf und Marken (Cydni Tetro) diskutiert. Auch die Verwendung des 3D-Drucks in der Filmindustrie, hier mit besonderem Fokus auf Hollywood, wurde im Rahmen der Konferenz angesprochen. Insbesondere der Vortrag der Juristen Chris Higgins & T. Vann Pearce Jr., beide Experten im Bereich des im 3D Druck angewendeten IP Rechts, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Sie setzten sich in ihrem Vortrag mit der Problematik des 3D-Drucks und der Einhaltung von IP Rechten auseinander. Ein Hot Topic, der gerade in einer Zeit, in der vor allem viele Vorlagen einfach aus dem Internet gezogen und viele Produkte im Internet verkauft werden, zu berücksichtigen ist.
Ferner wurden im Rahmen der Konferenz diverse Themen aus den Bereichen Food Printing, 3D-Druck in der Architektur und 3D-Druck in der Mode vorgestellt.

Auf der Industriebühne sprachen unter anderem Vertreter von Adobe, übrigens der Hauptsponsor des Events, von Stratasys sowie von einigen Chemieunternehmen. Die Themen erstreckten sich von der Vorstellung der eigenen Unternehmen, über die Diskussion von geeigneten Geschäftsmodellen im Bereich des 3D-Marktes bis hin zur Frage nach der Emissionsbelastung durch die Verwendung von 3D-Drucker. Hier stellte sich Dr. Steven F. Wright, ein Experte im Bereich der Verfahrenschemie, dem Fachpublikum.
Des Weiteren wurde auch die Frage nach dem richtigen Material für die richtige Anwendung im 3D-Druck diskutiert sowie die zunehmende Verbreitung des 3D-Drucks im Bereich der Medizin und Medizintechnik (Orthopädie, Prothetik) vorgestellt.
Am 2. Tag fand neben den Diskussionen der sogenannte „Designtag“ als Parallelveranstaltung statt. Hier konnten unter anderem Künstler aus den Bereichen, Mode, Kunst, Musikzubehör, Kochen und Design ihre Kreationen, sei es in Shows oder auf Ausstellungsflächen, präsentieren.
Darüber hinaus präsentierten sich in der sogenannten Creator’s Corner die weltbesten Entwickler im Bereich der 3D-Software. An der Knowledge Bar konnten Wissenshungrige alle praktischen Fragen bezüglich des 3D-Drucks, die ihnen schon immer unter den Nägeln gebrannt haben, an einen Experten vor Ort stellen.
Einen genaueren Überblick, über alle Veranstaltungen findet ihr hier: http://3dprintshow.com/london2014/the-stages-timetable/

Wir hoffen, wir haben Euch einen kleinen Einblick in diese Fachtagung geben können. Die nächste 3D Printshow wird 2015 in New York stattfinden.